Friedel Uhl

Wilkommen



Liebe Kunstfreunde,

herzlich willkommen auf meiner Homepage. Sie gibt einen kleinen Ausschnitt meiner Arbeit wieder, in der Hauptsache sind es Gemälde, Radierungen und Zeichnungen. Viel Spaß, aber auch Nachdenklichkeit beim Betrachten der Bilder. Über konstruktive Kritik, Anmerkungen und Fragen würde ich mich freuen.


Friedel Uhl


News



[02.05.2011]
Farbe bekennen, Austellung im SWR-Studio:

Einen Querschnitt seines Schaffens stellt der Mehlbacher Künstler Friedel Uhl vom 2.Mai bis 25.Juni im SWR-Studio KL aus. Die Einführung hält Studiendirektor Ulrich Krumsieg,musikalisch umrahmt wird die Vernissage von der Sopranistin Dr. Christine Halfmann und Wiltrud Schwalger, die sie am Klavier begleitet.

[17.08.2009]
SWR4 Bericht zur aktuellen Ausstellung:

[14.08.2009]

Im Farbenrausch:

Im Rausch der Farben und Formen malt der Mehlbacher Friedel Uhl. Kommenden Dienstag eröffnet er seine Ausstellung in Landstuhl.

[03.07.2008]

Diözesan-Caritasverband Speyer

Die Ausstellung ist bis zum 29. August während der Öffnungszeiten der Cafeteria des Altenzentrums in der Leipziger Straße 8, wochentags von 15 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Kontakt



Friedel Uhl
Haupstraße 94
67735 Mehlbach

Tel: 06301-9117
Fax: 06301-710680
Email: kunst@friedel-uhl.de


VITA



Ich atme, ich lebe…..

seit dem 16.10.1947. Das Leben meint es gut mit mir. Ich wohne in Mehlbach, einem schönen Dorf in der Nähe von Kaiserslautern. Hier bin ich glücklich verheiratet, habe drei Kinder, zwei Enkelkinder und viel Lebensfreude. 

Meine Lebensphilosophie: Heute ist dein Leben.  

Schon früh entdeckte ich mein Interesse für Kunst und Geschichte, womit der Grundstein für meinen späteren Beruf gelegt war. Nach dem Abitur erfolgte ein Studium für Geschichte und Kunsterziehung an der Universität Landau und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Als Kunsterzieher war ich 35 Jahre im Schuldienst tätig, seit 1981 stelle ich im privaten und öffentlichen Raum aus. Seit langen Jahren bin ich Mitglied im BDK (Fachverband für Kunstpädagogik) und bin derzeit als Dozent an der Kreisvolkshochschule tätig, wo ich Zeichen- und Kindermalkurse gebe.


AUSSTELLUNGEN/ VERÖFFENTLICHUNGEN




1981 Grafiken zum Liederbuch von Anni Becker ´Schnibberdischnabber´

1985 Druckgrafiken Rathaus Kaiserslautern 

1986 Mailart-Aktion ´Tschernobyl´ (Katalog u. Fachzeitschrift ´Globus 5/86 -  Begleitmappe zur Sendung des BR vom 29.06.1986) 

1986 Gruppenausstellung BUND: Freiburg-Saarbrücken-Stuttgart 

1991 ´Dreschflegel´ Bürgerhaus Weilerbach 

2000 Teilnahme am Kunstpreis Sport-Toto Rheinland-Pfalz (Katalog)  

2000 Projektteilnahme ´Kinderstuhl´ / Landesgartenschau Kaiserslautern 

2001 Gemälde - Grafiken - Radierungen / Gartenschau Kaiserslautern 

2004 Praxis Dr. Roche/Hahn Otterbach 

2005 Zeichnungen - Gemälde - Radierungen / Verbandsgemeinde Otterbach

2005 Vorstellung ´Hierzuland´ / Südwestfernsehen 

2006 1. Kunstforum Industriehalle Kaiserslautern 

2007 2. Kunstforum Industriehalle Kaiserslautern 

2008 Caritas-Zentrum St. Hedwig Kaiserslautern 

2009 Gemälde - Radierungen Amtsgericht Landstuhl 

2011 Gemälde - Radierungen SWR-Studio Kaiserslautern

STATEMENTS



Ich atme, ich lebe…. 

und besonders gut lebe ich, wenn ich male. Malen heißt für mich: Lebensfreude spüren, aus einer Kraft- und Inspirationsquelle schöpfen, zu Erkenntnissen gelangen.  Am Anfang existieren meine Bilder meist nur in vagen Vorstellungen. Sie nehmen Gestalt an, wenn Linien, Formen und Farben sich auf den Weg machen. Es entstehen Gemälde, die als große und kleine Glückssteine meinen Lebensweg säumen. Dazwischen liegen die unvermeidlichen Stolpersteine. Sie zeigen mir Grenzen auf, machen mir die Schwernisse der Malerei bewusst und erinnern mich an einen Satz von Max Beckmann: „Malerei ist eine schwere Sache und fordert den Menschen mit Haut und Haaren.“ Gelingt ein Bild, stellt sich tiefe Zufriedenheit ein, Herz und Verstand werden gleichermaßen berührt. Dann verspüre ich den ´inneren Klang der Dinge´, wie es Kandinsky einmal ausgedrückt hat. Meinem Wahlspruch folgend „Umzingle die Menschen mit Fantasie und lass ihnen nicht so viele Notausgänge“ möchte ich erlebte und gedachte Welten in ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt zum Ausdruck bringen. Durch die langjährige Arbeit mit jungen Menschen habe ich mir ihre Offenheit und Unvoreingenommenheit zu eigen gemacht. So probiere ich immer wieder Neues aus bis hin zum synästhetischen Experiment, wo Musik, Lyrik und Bildende Kunst aufeinander Bezug nehmen. Mit einer von stetiger Neugier bestimmten Weltsicht versuche ich kreatives Potential zutage zu fördern und meine Fantasie zu beflügeln. Es entstehen Bildwelten, die in ihrer jeweiligen Aussage, ihrem Formenreichtum und stilistisch-technischer Vielfalt nicht nur etwas über meine Lust am Gestalten und Fabulieren aussagen sondern auch in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen sind: Angesichts einer von Technik und kalkulierendem Zweckdenken bestimmten Welt hat kreatives Gestalten für mich einen hohen Stellenwert. Kunst leistet hier für die Kultivierung der Sinne einen wichtigen Beitrag.

Schwerpunkte: Zuerst ist meine Arbeit geprägt von einer musischen Grundhaltung. Im Mittelpunkt dieser Kunstauffassung stehen Bilder, die unserem Harmoniebedürfnis entsprechen, Lebensfreude vermitteln und eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, ja nach paradiesischen Zuständen aufkommen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt ergibt sich aus Fragestellungen, die sich mit den Momenten des Glücks, aber auch der Brüchigkeit, Unvollkommenheit und Endlichkeit menschlicher Existenz auseinandersetzen. Ein Schlüsselbild ist hier das Gemälde „Ikarus“. Es ist für mich -über den historischen Kontext hinaus- ein Spiegelbild menschlicher Aufstiege und Abstürze. Es versinnbildlicht gleichnishaft die Höhen und Tiefen unserer Existenz, die neben den befreienden Momenten des Glücks vor allem die unerfüllten Sehnsüchte, die gescheiterten Lebenspläne und Weltbilder in sich trägt.




Abb.: ´Ikarus oder die Dialektik des Aufstiegs´ - Acrylfarben x LW – 120x80cm – fu 2009


Das dritte Fundament meiner künstlerischen Arbeit gründet sich auf gesellschaftliche Themen, die die soziale und politische Funktion von Kunst hinterfragen, wie etwa in den Bildern ´Lens´, ´Galapagos´ oder ´The wall´. Mit solchen Bildern möchte ich in realistischer Bildsprache auf Probleme unserer heutigen Welt aufmerksam machen mit dem Ziel Bewusstsein zu schaffen (Die übliche Frage, ob das mit Bildern überhaupt geleistet werden kann, sei dahingestellt. Als Optimist habe ich immer die Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt.). Die sozial und politisch motivierten Bilder liegen mir sehr am Herzen, da sie primär nicht für das gefällige Auge des Betrachters gemalt sind, sondern für mein eigenes Auge. Sie beziehen Positionen und fordern zum Nachdenken auf. Hier fühle ich mich besonders mit dem Maler Max Beckmann verbunden, der in seiner Schrift ´Der Künstler im Staat´ die soziale und politische Verantwortung des Künstlers hervorhebt.

Friedel Uhl 07/2009 

DIE RHEINPFALZ



[Bericht vom 05.05.2011]

Farbe bekennen

Friedel Uhl aus Mehlbach erzählt Geschichten mit Pinsel und Acrylfarben. Der Querschnitt seines Schaffens, der im SWR-Studio in der Fliegerstraße zu bestaunen ist, offenbart einen Künstler mit einer großen Aussagekraft.

„Umzingle die Menschen mit Fantasie und lass ihnen nicht so viele Notausgänge", ist der Wahlspruch des Künstlers, der erlebte und gedachte Welten mit seiner Kunst in all ihrer Vielfalt zum Ausdruck bringen möchte. Das Ergebnis ist entwaffnend. Seine Lust am Fabulieren und Gestalten ist von einer außerordentlich vielfältigen Bilderwelt und stilistisch-technischen Vielseitigkeit geprägt. Dem Betrachter eröffnet sich eine ganze Sinfonie an Innovationsfreude, Kreativität, Spontaneität und Produktivität. Diese Bilder sprühen nur so vor Lebensfreude und scheinen aus einer nicht zu versiegenden Kraft- und Inspirationsquelle zu schöpfen. Bezeichnend dafür ist das Bild 'Heute ist mein Leben", das überquillt an Schöpfungssymbolen. Beispielhaft auch die ,,Dämmerung". Dieses Bild ist vom Symbolismus des 19. Jahrhunderts angeregt, in der die zeichenhafte Bildsprache des Symbols zentrales Ausdrucksmittel ist. Ein poetisch geprägtes Bild, in dessen Mittelpunkt eine alte Frau auf einem Waldweg spazieren geht, der von unzähligen, wunderschönen Blumen und Bäumen mit leuchtend frischem Grün gesäumt ist. Die Gestalt wirft bereits einen langen Schatten, denn schon legt sich rötliches Abendlicht über die Landschaft. Darüber schwebt der Rocksaum, vermutlich eines Engels, der seine schützende Hand über alles legt. Bis ins kleinste Detail ist jede einzelne Blume, jedes einzelne Blatt der Bäume gezeichnet. Christliche Symbole sind in vielen von Uhls Bildern angedeutet. In der ,,Dämmerung" ist es die Mehlbacher Dorfkirche, die ganz weit in der Ferne erscheint. In ,,Heute ist mein Leben" zieht sich ein Schriftband wie ein Regenbogen über das Bild mit dem ,,Vaterunser" in der Schrift der Mik-Mak-lndianer aus dem Nordosten Kanadas.

In ,,Zeig mir deine Wunden" (ein Zitat von Joseph Beuys) symbolisiert die fünfblättrige Erdbeerpflanze am Fuß eines umgeknickten Baumes die fünf Wunden Christi. Die plastische Wirkung des Stammes und seiner Rinde wirkt durch die Verwendung der feinen Strukturpaste direkt greifbar. Nicht zuletzt möchte Uhl mit solchen Bildern auf Probleme unserer Zeit aufmerksam machen mit dem Ziel, Bewusstsein zu schaffen.

Ganz anders die ,,Farbmeditationen", die offensichtlich vom Geiste Mark Rothkos inspiriert sind. Man steht vor den ineinander verschachtelten Farbquadraten und taucht in eine endlose Tiefe jenseits von Zeit und Raum ein. Die Farbfelder scheinen sich während der Wahrnehmung zu bewegen, entfalten ein Wechselspiel von Ruhe und Bewegtheit, ein meditatives Spiel von Farbe und Licht. Farbe bekennt Uhl auch in der an Gerhard Richter erinnernden Farbtafel „lnnerer Klang". Mittels gegenstandsloser Bilder ist das an malerischer Freiheit ausgeschöpft, wozu das gegenständliche Motiv nur eingeschränkt Raum lässt. Das Bild ,,Roter Reiter" nach einer Inspiration von Kandinsky durchwandert eine Welt von Farben, Formen, Linien, deren reichhaltiges Gefüge aus einer Vielzahl von Arbeitsprozessen entstand, die Unvorhergesehenes steuern und dem Unterbewusstsein entgegenwirken.



[Bericht vom 20.08.2009]

Leicht und vergnüglich Arbeiten von Friedel Uhl im Landstuhler Amtsgericht

Von Isabelle Girard de Soucanton

Die fünfte Ausstellung in den Fluren des Landstuhler Amtsgerichtes ist der Malerei und Radierung Friedel Uhls gewidmet. Getreu seinem Wahlspruch „Umzingle die Menschen mit Fantasie und lass ihnen nicht so viele Notausgänge", zeigt der Künstler und Kunstdozent aus Mehlbach eine breite Palette seiner Themen und Stilrichtungen (wir berichteten ausführlich am 14. August). Um es gleich vorwegzunehmen - der Gang von Bild zu Bild braucht seine Zeit. Zum einen, um jedes der 32 Exponate für sich lesen, zum anderen, um den thematischen Wechseln folgen zu können. Was die Malerei betrifft, kommt sie dem Betrachter mit intensiven Farben in weitestem Spektrum regelrecht entgegen. Und die abstrakte Formsprache tut das ihre, dies teils mit heftigen Bewegungen, ja Turbulenzen zu forcieren. Da drehen sich kreisend gebogene Töne, Flächen und Linien um mittig formulierte Fixpunkte wie mit Zentrifugalkraft nach innen oder nach außen. Den Titeln nach bedeuten sie „Sequenzen" (nach einer Musik von Stefan Wasser), „Diagonalkomposition", „Malströme" oder „Aus allen Fugen". Im Kontrast dazu bilden einige großformatige Motive flächige und figürliche Szenen ab, wie die fast monochrome Arbeit in Schwarz „Im Schatten der Mauer" oder das mit Stroh und Asche collagierte Werk „Ein Lehrstück?". Manche dieser Bilder nehmen Bezug auf konkrete Ereignisse, die Uhl dankenswerter Weise als Nachricht beifügt. Damit wiederum kontrastieren grafisch betonte Blätter, beispielsweise „Farbklänge", ein ebenso beruhigender wie emotional befreiender Anblick. Was die Radierungen betrifft, kostet das Betrachten nicht nur noch mehr Zeit, sie lassen sich vor allem „köstlich" betrachten. Die vielfältigsten Miniaturen unterschiedlichster Herkunft versammeln sich dort wie zu einem globalen Weltbild über Landschaften und Kontinente hinweg. Erinnerungen an Mal- und Zeichenweisen bekannter Altmeister, charakterisierende Symbolik und hier und da auch klischeehafte Informationsquellen machen das Lesen leicht und vergnüglich, erst recht wenn der Titel fragt: „Was ist Kunst?" Überhaupt greift Uhl gern und intensiv gesellschaftliche und politische Themen auf. Diese Offenheit für Ereignisse und Zustände beantwortet er mit allen malerischen Mitteln, sorgt hier und da auch mal für etwas Zuviel des Guten und legitimiert dies sogleich mit der eindeutigen Richtung eines sehr eigenen Künstlerweges.


[Bericht vom 14.08.2009 ]

Sinfonie der Farben und Formen
Die Kunst des Mehlbacher Malers Friedel Uhl ist so bunt wie das Leben - Ausstellung in Landst uhl
Von Walter Falk

Im ersten Moment ist man überrascht, ja irritiert, erschlagen. Wenn man die drei Stockwerke und endlich die Speichertreppe zu seinem Atelier mühsam erklommen hat, eröffnet sich dem Besucher ein Panoptikum. Bilder über Bilder hängen, stehen an den Wänden, liegen auf dem Fußboden, und auf den ersten Blick erkennt man: Der Künstler und Kunsterzieher Friedel Uhl aus Mehlbach ist ein völlig eigenständiger Maler von überwältigender Aussagekraft. Betrachtet man sich die Bilder genauer, meint man eine Art Partitur mit vielfältigen Tonlagen zu lesen: Es wechseln schnelle mit langsamen Rhythmen, sinfonische Abschnitte mit kontrapunktischen, tonale mit atonalen, minimalistisch reduzierte Anklänge kommen ebenso vor wie melodiöse Intermezzi. Dem Betrachter eröffnet sich eine ganze Sinfonie an Innovationsfreude, Kreativität, Spontaneität, Produktivität. Der Wahlspruch des Künstlers bestätigt es: „Umzingle die Menschen mit Fantasie und lass ihnen nicht so viele Notausgänge." Malen heißt für Uhl: Lebensfreude spüren, aus einer Kraft- und Inspirationsquelle schöpfen, zu Erkenntnissen gelangen. So ist die Idee oder die Konzeption der wichtigste Aspekt seiner Arbeit. „Am Anfang existieren meine Bilder meist nur als vage Vorstellungen", erklärt Uhl. „Sie nehmen Gestalt an, wenn Linien, Formen und Farben sich auf den Weg machen. Es entstehen Gemälde, die als große und kleine Glückssteine meinen Lebensweg säumen. Dazwischen liegen die unvermeidlichen Stolpersteine. Sie zeigen mir Grenzen auf, machen mir die Schwernisse der Malerei bewusst." Durch die langjährige Arbeit mit jungen Menschen hat er sich deren Offenheit und Unvoreingenommenheit zu eigen gemacht. So probiert er immer wieder Neues aus bis hin zum synästhetischen Experiment, wo Musik, Lyrik und bildende Kunst aufeinander Bezug nehmen. Dabei entstehen Bildwelten, die in ihrer jeweiligen Aussage, ihrem Formenreichtum und in ihrer stilistisch-technischen Vielfalt nicht nur etwas über seine Lust am Gestalten und Fabulieren aussagen, sondern auch in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen sind: „Angesichts einer von Technik und kalkulierendem Zweckdenken bestimmten Welt hat kreatives Gestalten für mich einen hohen Stellenwert", konstatiert Friedel Uhl. Die Schwerpunkte seines Schaffens kann man in drei Ebenen einteilen: Einmal entsprechen seine Bilder unserem Harmoniebedürfnis und lassen „eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, ja nach paradiesischen Zuständen aufkommen", so Uhl. Ein weiterer Schwerpunkt ergibt sich aus Fragestellungen, die sich mit den Momenten des Glücks, aber auch der Brüchigkeit, Unvollkommenheit und Endlichkeit menschlicher Existenz auseinander setzen. Besonders am Herzen aber liegen Uhl drittens die soziale und politische Verantwortung des Künstlers. In realistischer Bildsprache macht er auf Probleme unserer heutigen Welt aufmerksam, mit dem Ziel, Bewusstsein zu schaffen. Uhls Fazit: „Ein Bildwerk soll etwas erzählen und dem Beschauer zu denken gegen, so gut wie eine Dichtung, und ihm einen Eindruck machen - wie ein Tonstück."


Presse-Information



[Bericht vom 03.07.2008 ]

"Umzingle die Menschen mit Phantasie"

Gemälde von Friedel Uhl im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig

„Umzingle die Menschen mit Phantasie und lass ihnen nicht so viele Notausgänge...“ - Unter diesem Wahlspruch gibt der Maler und Kunstpädagoge Friedel Uhl im Kaiserslauterer Caritas-Altenzentrum St. Hedwig einen Einblick in seine neuesten Arbeiten.
In den teils großformatigen Acrylgemälden (nebst zwei Zeichnungen) folgt Uhl seinen pädagogischen und künstlerischen Vorstellungen, erlebte und gedachte Welten in ihremReichtum und ihrer Vielfalt bildsprachlich zum Ausdruck zu bringen. Anregungen dazu bieten ihm neben der Auseinandersetzung mit Werken bekannter Künstler die künstlerische Arbeit mit jungen Menschen sowie seine von stetiger Neugier bestimmte Weltsicht. Es entstehen Bildwelten, die den Betrachter in ihrem Formenreichtum und ihrer stilistischen Vielfalt ansprechen und staunen lassen.
Mit der Wertschätzung von Phantasie und Kreativität möchte Friedel Uhl seine Werke in einen gesellschaftlichen Kontext stellen. Angesichts einer von Technik und kalkulierendem Zweckdenken bestimmten Welt hat kreatives Gestalten für ihn einen hohen Stellenwert.
Zum künstlerischen Werdegang: Nach einem Studium für Kunsterziehung und Geschichte an den Universitäten Landau und Mainz war Uhl im Schuldienst tätig. Seit 25 Jahren stellt er öffentlich aus, z. Z. gibt er als Dozent an der KVHS Zeichen- und Kindermalkurse.
Die Ausstellung ist bis zum 29. August während der Öffnungszeiten der Cafeteria, des Altenzentrums in der Leipziger Straße 8, wochentags von 15 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Natürlich laden die öffentlichen Räume wie Kirche und Foyer auch außerhalb dieser Zeiten zu einem Besuch ein.

BDK



Lange Jahre war Friedel Uhl Kunsterzieher an der Bertha-von-Suttner Integrierten Gesamtschule Kaiserslautern und hat dem Fach Bildende Kunst dort einen allseits geachteten Rang verliehen. Immer dokumentierte er dabei die Ergebnisse seiner Schüler und gab ihnen so auch das für ihre persönliche Entwicklung wichtige Gefühl für den Wert ihrer Arbeiten. Als eine der vielen Früchte seiner beruflichen Arbeit hat er nun am Ende seiner Dienstzeit diese Sammlung zusammengestellt, die eindrucksvoll dokumentiert, dass in der Schule ernsthafte künstlerische Arbeit entsteht. Für den Kollegen bietet diese Galerie sowohl Anregungen und Ideen als auch Beispiele, die zur Verdeutlichung der jeweiligen Aufgabenstellung gezeigt werden können.
Wir danken unserem Mitglied Friedel Uhl dafür, dass er mit dieser CD seine Sammlung allen BDK-Kolleginnen und Kollegen zugänglich macht. Eberhard Grillparzer und UlrichKrumsieg, Landesvorsitzende des BDK e.V.

Fachverband für Kunstpädagogik Rheinland-Pfalz